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Wie sinnvoll sind nachträgliche Dachbeschichtungen?

Seit einigen Jahren freut sich eine Branche über immer dickere Auftragsbücher: die Dachbeschichter. Ihre Informations- und Verkaufsstände fehlen praktisch auf keiner Regionalmesse, und ihr Außendienst besucht selbst die kleinsten Dörfer. Versprochen wird eine nachträgliche Beschichtung der alten Dachoberfläche, um eine Bemoosung zu verhindern und die Lebensdauer des Daches sogar aufs Doppelte zu verlängern.
Fachleute des Dachdecker Verbandes Nordrhein haben die Arbeiten der Dachbeschichter einmal gründlich unter die Lupe genommen.
Vor der Beschichtung wird die Dachfläche gereinigt. Diese Reinigung kann aber nur sehr oberflächlich sein, da bei verfalzten Eindeckungen und in den Bereichen der Überdeckung auch nach der Reinigung Schmutz und Ablagerungen verbleiben.
Nach dem Abtrocknen der Dachfläche wird die Beschichtung - meist auf Acrylbasis - aufgebracht. Doch anstatt jahrelanger Haltbarkeit zeigen sich schon nach kurzer Zeit erste Ablösungen - und zwar zuerst im Bereich der Überdeckungen und Verfalzungen, weil hier durch die verbliebenen Verschmutzungen keine dauerhafte Verbindung zum Eindeckungsmaterial hergestellt werden konnte. In diese Haarrisse dringt Feuchtigkeit ein und löst schon bald größere Teile der Beschichtung wieder ab. Das Ergebnis ist bereits nach wenigen Jahren ein fleckiges Dach. Die Lebensdauer der Eindeckung wird übrigens durch eine Beschichtung keinesfalls verlängert, sondern kann sich sogar verkürzen, weil die Beschichtung z. B. die keramischen Eigenschaften einer Ziegeleindeckung negativ beeinflussen kann. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass bei einer unsachgemäßen Dachbegehung durch die Beschichter Schäden erst entstehen können.
Absolut abzuraten ist von der nachträglichen Beschichtung von asbestzementhaltigen Dächern. Die Reinigung würde krebserzeugende Faserteilchen aus der Dachfläche lösen und wird daher als Ordnungswidrigkeit - auch gegen den Hausbesitzer - verfolgt.
Außerdem können Nachbarn gegen den ausführenden Betrieb und den Hausbesitzer Strafantrag wegen Körperverletzung stellen.


   
Ralf Eismar, Am Talberg 11, 52372 Kreuzau-Winden, Tel.: 02422-7056, Fax: 02422-5754, E-Mail: info@eismar-bedachungen.de, weitere Angaben unter Kontakt